Wasserversorgung im Blick: Versorgungssicherheit braucht gemeinsames Handeln
Der Klimawandel stellt die Wasserversorgung in unserer Region zunehmend vor Herausforderungen. Hintergrund sind veränderte Niederschlagsmuster, längere Trockenphasen sowie ein saisonal steigender Wasserverbrauch.
Auch wenn die jährliche Niederschlagsmenge im langjährigen Mittel liegt, wird deutlich: Entscheidend ist nicht nur die Gesamtmenge, sondern vor allem der Zeitpunkt der Niederschläge. Längere Trockenperioden führen besonders im Frühjahr und Sommer dazu, dass sich die natürlichen Wasserreserven nicht immer ausreichend erneuern können.
Hoher Verbrauch trifft auf begrenzte Ressourcen
Wenn sich in längeren Trockenphasen weniger Grundwasser neu bildet und der Wasserverbrauch in Hitzeperioden gleichzeitig steigt, werden sowohl die Wasserressourcen als auch das Versorgungsnetz stark beansprucht. Dies gilt für längere Hitze- und Trockenperioden ebenso wie für kurzfristige starke Verbrauchsspitzen.
Ein Blick auf den Sommer 2025 zeigt, wie schnell solche Situationen entstehen können. Damals kam es kurzfristig zu einer außergewöhnlich hohen Verbrauchsspitze, die deutlich über dem üblichen Bedarf lag und die vorhandenen Netzkapazitäten überschritt. Durch eine vorübergehende Reduzierung des Wasserdrucks konnte die Versorgung stabil gehalten werden.
Diese Erfahrung verdeutlicht, dass auch leistungsfähige Systeme bei außergewöhnlichen Lastspitzen stark gefordert sind. „Das Wassernetz in Pinneberg ist für einen effizienten Betrieb im üblichen Bereich ausgelegt. Kommt es zu außergewöhnlich hohen Entnahmemengen, stößt das System an seine natürlichen Grenzen“, erklärt Christian Scharfetter, Technischer Leiter der Stadtwerke Südholstein.
Stadtwerke Südholstein treiben die Weiterentwicklung der Trinkwasserversorgung voran
Um die Trinkwasserversorgung weiterhin zuverlässig sicherzustellen, wurden und werden durch die Stadtwerke Südholstein gezielte Maßnahmen umgesetzt. Hierzu gehören die Regeneration bestehender Brunnenanlagen, der Bau und die Anbindung zusätzlicher Brunnen sowie die Optimierung der Netzstruktur. Die Erweiterung der Förderkapazitäten wird voraussichtlich Ende Juli 2026 abgeschlossen sein.
Darüber hinaus wird geprüft, wie Belastungsspitzen künftig noch besser erkannt und gesteuert werden können. Zur weiteren Stabilisierung der Versorgung wird unter anderem ein zusätzlicher Wasserwerksstandort geprüft. Ziel ist es dabei, die Versorgungsnetze stärker miteinander zu verknüpfen und die Versorgung insgesamt robuster aufzustellen. Gleichzeitig gilt: Die Wasserentnahme bleibt durch natürliche Ressourcen und gesetzliche Vorgaben begrenzt. Ein nachhaltiger Umgang mit Trinkwasser ist daher unerlässlich.
Appell zum frühzeitigen Wassersparen: Jetzt ist gemeinsames Handeln gefragt!
Ein bewusster Umgang mit Wasser hilft, Engpässe in den entscheidenden Monaten zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für nicht notwendige Verbräuche wie das Befüllen von Pools oder die Bewässerung von Rasenflächen. Denn trotz zusätzlicher Ausbaumaßnahmen der regionalen Wasserinfrastruktur durch die Stadtwerke Südholstein bleiben die klimatisch bedingten Auswirkungen längerer Trockenperioden bestehen.
Um die Versorgungssicherheit auch in den Sommermonaten zu gewährleisten und die wertvolle Ressource Wasser zu schützen, ist ein verantwortungsbewusster Umgang aller Beteiligten entscheidend. Nur gemeinsam kann es gelingen, die Wasserversorgung auch in Spitzenzeiten stabil zu halten. Weitere Tipps zum Wassersparen im Alltag finden Sie auf unserer Website unter www.sw-suedholstein.de/wassersparen.
Gut vorbereitet – auch für den Ernstfall
Als unterstützender Teil der Kampagne „KommKlar SH“ empfehlen wir, sich auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten. Dazu gehört auch eine angemessene Bevorratung von Trinkwasser. Weitere Informationen, Checklisten und Tipps können unter www.sw-suedholstein.de abgerufen werden.
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Stefanie Schröder – Assistenz des Geschäftsführers
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