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Aktuelles

Stadtwerke Südholstein: Seit mehr als 150 Jahren für Pinneberg

Im Jahr 1875, vor genau 150 Jahren, erhielt Pinneberg das Stadtrecht. Als Stadtwerke sind wir sogar schon seit 1856 als Versorger ein unverzichtbarer Teil des gesellschaftlichen und sozialen Lebens in unserer Region und der Menschen, die hier leben.

Diesen Anlass haben wir genutzt:
Für einen Blick zurück, für einen Blick nach vorne und für Geschenke.

 

Pinneberg feiert und bei uns gibt's die Geschenke

150 Jahre Pinneberg = 150 Gewinne für euch
Neben den schicken brandneuen Stadtwerke-USB-Sticks in Form von Silikon-Schlüsselanhängern, verlosen wir unter allen Teilnehmenden 3 Balkonkraftwerke, quasi das Stadtwerk für den eigenen Balkon.

Was ihr dafür tun müsst?
Schaut einfach während des Aktionszeitraums 11.08. - 12.09.2025 in unserem Kundencenter in Pinneberg vorbei, füllt die Teilnahmekarte aus und dann heißt es: Daumen drücken.

Unsere Gegenwart

Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Im August und September, rund um die offiziellen Feierlichkeiten zu 150 Jahre Stadt Pinneberg, sind auch wir im Stadtbild präsent. Auf Bildschirmen und Plakaten erlauben wir euch kleine Einblicke, wer so alles dahintersteckt, damit die Energie-, Wärme- und Wasserversorgung für Haushalte und Unternehmen sichergestellt ist, kurzum: Damit's läuft.

Und natürlich zeigen wir euch darauf keine Models, sondern nur echte Stadtwerkerinnen und Stadtwerker.

Unsere Geschichte seit 1856

Am 1. September 1856, also noch bevor Pinneberg die Stadtrechte erhielt, bestätigte das Königliche Ministerium für die Herzogtümer Holstein und Lauenburg die Statuten der Pinneberger Gas-Aktiengesellschaft.

Im Januar 1857 begann die Gaserzeugung, begleitet vom Misstrauen der meisten Einwohner. Zwar wurde die Straßenbeleuchtung sofort auf Gaslaternen umgestellt, ansonsten fand das Gaslicht zunächst nur Verwendung in Werkstätten und den gerade entstehenden Fabriken.

Mit der Industrie in Pinneberg wuchs etwa ab den 1880ern auch die Gaserzeugung. Die Gasanstalt warf prächtige Gewinne ab und die Stadtvertreter erkannten, dass mit einer städtischen Gasanstalt den Interessen der Einwohner am Besten gedient war. 1904 kaufte die Stadt die Gasanstalt, 1913 kamen Wasser- und Elektrizitätsversorgung dazu. Ab etwa 1925 entwickelten sich die Städtischen Betriebswerke allmählich von einem Regiebetrieb zu einem kommunalen Eigenbetrieb.

Hier könnt ihr mehr über unsere lange Geschichte erfahren:

Von Stadtwerke Pinneberg zu Stadtwerke Südholstein

1856 Pinneberger Gasanstalt

Die Geschichte der Stadtwerke Pinneberg beginnt am 5. September 1856. Der Dänenkönig Frederik verlieh an diesem Tag der neuen Pinneberger Gasanstalt, die in der Nähe der heutigen Stadtbücherei erbaut worden war, die Betriebskonzession. Das als Aktiengesellschaft geführte Unternehmen wurde 1904 von der Stadt Pinneberg übernommen, 1906 um einen neuen Gasbehälter erweitert, der 1912 und 1927 noch einmal umgebaut und vergrößert wurde. Von 1912 an gehörte auch ein Elektrizitätswerk zu den Stadtwerken, das den von der Firma Metzger und später den von der Überlandzentrale des Kreises (später der Schleswag übereignet) gelieferten Strom an seine Kunden weiterverkaufte. Nachdem die Firma Hermann Wuppermann 1913 ein Wasserwerk mit Wasserturm am Peiner Weg errichtet hatte, übernahmen die Stadtwerke außerdem die Wasserversorgung der Bevölkerung. 1952 wurde das Wasserwerk letztendlich von den Stadtwerken gekauft.

1933 bis 1945

Von 1933 bis 1945 erlebten die Stadtwerke Pinneberg eine schwierige Zeit, die gekennzeichnet war von NS-Herrschaft und Kriegswirtschaft. Ein wichtiges Jahr war 1938: Per Bürgermeistererlaß wurde eine Betriebssatzung verabschiedet, mit der die Stadt Pinneberg ihren Eigenbetrieb, die Stadtwerke Pinneberg, als Querverbundsunternehmen gründete, zu dem ab 1942 sogar ein öffentliches Badehaus gehörte.

1941

1941 wurde die eigene Stadtgasversorgung eingestellt und Ferngas von den Hamburger Gaswerken angekauft. Um Arbeitskräfte einzusparen, sollte die kommunale Elektrizitätswirtschaft zentralisiert und unter die Leitung der Schleswag gestellt werden.

1942

Bereits 1942 hatte es Anordnungen zur Begrenzung des Energieverbrauches gegeben, die nun ständig verschärft wurden. Nach Ende des Krieges war ein Ende der Energiekrise noch lange nicht in Sicht. Eine Stillegung des öffentlichen Badehauses in der Dingstätte wegen Brennstoffmangels hätte beinahe epedemieartige Zustände in Pinneberg ausgelöst. Erst im Winter 48/49 konnte die Versorgung der Bevölkerung mit Kohle wieder als einigermaßen befriedigend bezeichnet werden. Zuvor behalf man sich mit der Einrichtung von Wärmehallen, in denen sich die Bürger aufwärmen konnten, sowie mit der Brennstoffgewinnung durch Torfstich im Himmelmoor unter Stadtwerke-Regie und durch Abholzung des öffentlichen Grüns. Die gesamte Energieversorgung stabilisierte sich nur langsam wieder. Die Stadtwerke mit Büro und Werkhof an der Feuerwache konnten den normalen Betrieb allmählich wieder aufnehmen.

1967

1967 bekamen die Stadtwerke neue Räume. Die Verwaltung zog in den Neubau hinter dem neuen Rathaus in die Bismarckstraße, der Werkhof wurde in die Prisdorfer Straße ausgelagert. Von da an ging es mit großen Schritten voran. 1969 zum Beispiel wurde mit dem Aufbau des Fernwärmenetzes begonnen. 1972 eröffnete das Hallenbad und wurde Teil der Stadtwerke, 1973 nahmen die Stadtwerke am Hallenbad das erste Blockheizkraftwerk der Bundesrepublik in Betrieb. 1970 wurde die Gasversorgung von Stadtgas auf Erdgas umgestellt. Die Wasserversorgung war gesichert durch die Wasserwerke Peiner Weg, West (ab 1970), im Keller des Hallenbades (bis 1991) und Renzel (ab 1980). 1995 wurde das Wasserwerk West aufgrund erhöhter Belastung durch Pflanzenschutzmittel stillgelegt und zur Pumpstation mit Speicher umgebaut, die Wasserwerke Renzel und Peiner Weg dafür erweitert und modernisiert. Das 1969 errichtete Heizwerk Koppelstraße wurde 1987 durch die Übernahme der Heizwerke Pinneberg Nord und Stauffenbergstraße entlastet. Seit 1987 ist die Müllverbrennungs-GmbH in Ahrenlohe in der Lage, den Fernwärmeanteil der Stadtwerke zu 70 Prozent zu liefern. Die restlichen 30 Prozent produzieren die Stadtwerke selbst.

ab 1998

1952 übernahmen die Stadtwerke den Wasserturm, der heute bereits wieder verkauft ist.

Die Stadtwerke haben sich für ihre Kunden zu einem leistungsstarken Partner mit Sinn für den effizienten Einsatz von Energie und Wasser entwickelt.
Im Zusammenhang mit einem gemeinsamen Europa wurde 1998 der Energiemarkt europäisiert, sprich: geöffnet und liberalisiert. In der Folge sind neue Energielieferanten in den Wettbewerb eingestiegen. Zugleich fand eine Konzentrationswelle unter den Großkonzernen statt. Für die Menschen in Pinneberg bleibt der Vorteil eines eigenständigen Stadtwerks erhalten.

2011: Gründung von pinnau.com

Mit der pinnau.com gründeten die Stadtwerke Pinneberg im Jahr 2011 ein Tochterunternehmen, das seither für den Ausbau des Glasfasernetzes im Stadtgebiet verantwortlich ist. Die zukunftsweisende Technologie bringt Highspeed-Internet, -Fernsehen und -Telefonie in die Pinneberger Haushalte. Als moderner Energieversorger gehört es zum Selbstverständnis der Stadtwerke Pinneberg GmbH, sich für die Region und lokale Projekte zu engagieren – wie zum Beispiel für den Bau einer Solaranlage auf dem Johannes-Brahms Gymnasium in Pinneberg. Darüberhinaus sponsert das Unternehmen u.a. den Stadtwerkelauf sowie den Summer Jazz.

Seit 2024

Die Stadtwerke Südholstein GmbH, ein Zusammenschluss der Stadtwerke Pinneberg GmbH und der Stadtwerke Tornesch GmbH und Stadtwerke Tornesch Netz GmbH, haben einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Die Fusion und somit die Namensänderung und Verschmelzung der oben genannten Unternehmen wurde wirksam.

Die Gesellschaft wird unter dem Namen Stadtwerke Südholstein GmbH fortgeführt und tritt als Rechtsnachfolgerin in alle Rechte und Pflichten der Stadtwerke Tornesch GmbH und Stadtwerke Tornesch Netz GmbH, ein.

Mit dem Zusammenschluss einher ging ein umfassender Markenlaunch der neuen Marke Stadtwerke Südholstein. In diesem Zuge haben auch die Marken pinnau.com und Bäder Pinneberg ein neues, moderneres Gesicht verpasst bekommen.